02Die ausführliche Lektüre
Wann reisen, und warum.
Die Wandersaison
Der größte Reiz von Amorgos ist sein Wegenetz, die „Blue Paths“. Diese Pfade verlaufen über den Rücken der Insel und bieten weite Blicke auf das „Große Blau“. Die beste Reisezeit richtet sich daher nach angenehmen Temperaturen. April, Mai und Oktober sind die goldenen Monate für Wanderer. Dann ist die Insel grün, die Kräuter (Salbei, Thymian, Oregano) duften und die Sonne ist gnädig. Die Wanderung von der Chora nach Aigiali im August ist wegen der Hitze nicht nur zermürbend, sondern für Unvorbereitete auch gefährlich.
Der Meltemi
Amorgos liegt exponiert. Durch ihre Ausrichtung ist die Insel im Juli und August dem Meltemi stark ausgesetzt. Die Südküste (Mouros, Agia Anna) bietet etwas Schutz, doch die Überfahrt kann rau werden. Die legendäre Express Skopelitis, die Amorgos mit Naxos und den Kleinen Kykladen verbindet, ist eine Lebensader, kann bei Windstärke 7 aber zur Achterbahnfahrt werden. Wer leicht seekrank wird, sollte den September wählen, wenn der Wind meist nachlässt, oder für die Anreise die größeren Schiffe von Blue Star Ferries buchen.
Kulturelle Höhepunkte
Zu Ostern erwacht die Insel zum Leben. Die Wiederbelebung byzantinischer Bräuche, bei denen die Einheimischen die Gassen vor der Epitaphios-Prozession weiß kalken, ist ein zutiefst authentisches Erlebnis. Für Kinofans gibt es im Sommer oft Freiluftvorführungen von „Im Rausch der Tiefe“, dem Film von Luc Besson, der Amorgos bekannt gemacht hat.
